Hamburg Center for Health Economics (HCHE)Aufenthalte von Nachwuchsforschenden in den USA und Kanada
19. Dezember 2025

Foto: Suhas Vijaykumar und privat
Zwei Doktorandinnen und ein Doktorand des Graduiertenkollegs “Managerial and economic dimensions of health care quality” des Hamburg Center for Health Economics (HCHE) berichten über ihre Auslandsaufenthalte und Forschungsprojekte an Universitäten in Nordamerika: Sophia Cordes war zu Gast an der Harvard University, Janice Schönfeld an der University of Calgary und Julius Herzig an der University of California - San Diego.
Im Rahmen des Graduiertenkollegs “Managerial and economic dimensions of health care quality” am Hamburg Center for Health Economics (HCHE) wird die internationale Vernetzung von Nachwuchsforschenden durch einen mehrmonatigen Auslandsaufenthalt gefördert. Die Promovierenden Sophia Cordes, Janice Schönfeld und Julius Herzig hatten dadurch die Chance, durch Forschungsreisen in die USA und nach Kanada zur transatlantischen Vernetzung beizutragen.
Sophia Cordes absolvierte von Oktober bis Dezember einen Forschungsaufenthalt am Harvard Health Systems Innovation Lab der Harvard T.H. Chan School of Public Health. Im Rahmen ihres Promotionsprojekts zur Diffusion digitaler Innovationen im Gesundheitssystem arbeitete sie dort in mehreren Projekten mit, darunter am “Health Systems Performance Visualizer”, an “Transitioning to High-Value Health Systems in G20+ Countries” sowie an den Forschungsinitiativen “Future Government Resources for Health” und “Measuring Diffusion of Innovation in Health Systems”. Begleitend besuchte sie die Masterkurse “Fundamentals of Global Health” und “Innovation and Global Health Systems”, um ihre Kenntnisse in globaler Gesundheit, Systemtransformation und Innovationsprozessen weiter zu vertiefen. „Der enge fachliche Austausch am Harvard Health Systems Innovation Lab und das konstruktive Feedback zu meinem Promotionsprojekt waren äußerst wertvoll, um digitale Innovationen in Gesundheitssystemen aus einer systemischen Perspektive zu analysieren und ihre Diffusion verlässlich zu messen. Ich bin sehr dankbar, dass mir diese Möglichkeit im Rahmen des von der DFG finanzierten Graduiertenkollegs geboten wurde.“
Janice Schönfeld war von September bis November zu Gast an der Professur für Risikomanagement und Versicherung an der Haskayne School of Business der University of Calgary in Alberta, Kanada: Auf Einladung von Prof. Dr. Anne Kleffner, die zuvor selbst von April bis Juni als Gastwissenschaftlerin an der University of Hamburg Business School tätig war. „Schon in Hamburg hat sich gezeigt, dass es mit Anne Kleffner viele Überschneidungen in der wissenschaftlichen Ausrichtung, aber auch privat gibt“, so Schönfeld. „In Calgary konnte ich meine Arbeit zu den Auswirkungen verschärfter Profitregulierungen auf Krankenversicherer in Nordamerika fortsetzen, meine Forschungsergebnisse vor Fachpublikum präsentieren und mich von den wissenschaftlichen sowie kulturellen Besonderheiten inspirieren lassen.“ Abgerundet wurde der Aufenthalt durch weitere inspirierende Besuche, darunter am O'Brien Institute for Public Health, beim Kongress der kanadischen Risk and Insurance Management Society sowie bei Wanderungen in den beeindruckenden Rocky Mountains.
Julius Herzig wurde von Prof. Dr. Suhas Vijaykumar im Rahmen einer bestehenden Forschungskooperation mit Prof. Dr. Martin Spindler für drei Monate von September bis Dezember an die University of California - San Diego eingeladen. Dabei arbeitete er an einem gemeinsamen Projekt, mit dem Ziel in randomisierten Studien nicht nur durchschnittliche Effekte zu berücksichtigen, sondern auch negativ beeinflusste Patientengruppen zu identifizieren, und erhielt neuen Input zu dem bestehenden Projekt zur Verwendung von multimodalen Daten in kausaler Inferenz. „Mit meinem Forschungspartner Suhas Vijaykumar liege ich nicht nur bei der Wissenschaft auf einer Wellenlänge, sondern wir können uns auch gleichermaßen für Klettertouren am Eagle Peak begeistern“, resümiert Herzig.

