Neuer Artikel im Networks JournalRobustness assessment of public transport networks in various graph representations: Systematic review, decision support, and case study
16. Januar 2026, von Michael Palk

Foto: NordNordWest/Wikipedia
Im Networks Journal (VHB-Rating: A) ist ein neuer Artikel mit dem Titel „Robustness assessment of public transport networks in various graph representations: Systematic review, decision support, and case study“ erschienen. Neben Prof. Dr. Stefan Voß und Doktorand Michael Palk vom Institut für Wirtschaftsinformatik) (IWI) zählt Dr. Raka Jovanovic vom Qatar Environment and Energy Research Institute zu den Autoren.
In dem Paper wird untersucht, wie sich die Robustheit von Transportnetzwerken im öffentlichen Personennahverkehr mithilfe graphentheoretischer Methoden gegenüber Störungen analysieren lässt. Eine zentrale Erkenntnis der systematischen Literaturanalyse ist, dass für die Bewertung der Robustheit nicht nur die Wahl der Analysemethoden entscheidend ist, sondern ebenso die zugrunde liegende Graphenrepräsentation, mit der das Netzwerk modelliert wird. Um den Trade-off zwischen Informationserhalt und Komplexitätsreduktion bei der Modellierung zu berücksichtigen, wurde ein Ansatz zur Entscheidungsunterstützung entwickelt, der als Orientierungshilfe für Robustheitsanalysen dienen kann. Zur Überprüfung der Praxistauglichkeit des Ansatzes wurde eine Fallstudie am U-Bahn- und S-Bahn-Netz der Stadt Hamburg durchgeführt. Im Fokus stand dabei insbesondere die Frage, wie sich die geplante U5-Erweiterung auf die Robustheit des U-Bahn-Netzes auswirkt. Die Ergebnisse zeigen, dass die Erweiterung die Gesamtstabilität des Netzes voraussichtlich stärkt. Gleichzeitig kommt neu entstehenden Transferhaltestellen zu anderen U-Bahn-Linien, etwa den Stationen Sengelmannstraße, Hoheluftbrücke und Hagenbecks Tierpark, eine entscheidende Rolle für die Robustheit des Gesamtsystems zu. Für Netzbetreiber ergibt sich daraus die Empfehlung, diesen Knotenpunkten besondere Aufmerksamkeit zu widmen und gezielte betriebliche Vorsorgekonzepte zu entwickeln, um auch im Falle von Störungen einen reibungslosen Betrieb sicherzustellen.

