EAA Annual Congress 2026Mitglieder der Business School auf dem EAA Annual Congress 2026 in Prag vertreten
27. Mai 2026

Foto: UHH
Prof. Dr. Yannik Gehrke sowie die Promovierenden Annalena Kaakschlief und Lars-Eric Brüske präsentierten auf der EAA-Konferenz 2026 in Prag ihre aktuellen Forschungsarbeiten zu Nachhaltigkeit, Prüfungsqualität und ESG-Berichterstattung und tauschten sich mit internationalen Forschenden aus.
Prof. Dr. Yannik Gehrke sowie die Promovierenden Annalena Kaakschlief und Lars-Eric Brüske aus dem Team von Prof. Dr. Nicole V. S. Ratzinger-Sakel haben Ende Mai am 48th Annual Congress of the European Accounting Association (EAA) in Prag teilgenommen. Im Rahmen der Konferenz präsentierten die drei Mitglieder der Business School ihre aktuellen Forschungsarbeiten vor einem internationalen Publikum aus Wissenschaft.
Der 48th Annual Congress of the European Accounting Association fand vom 27. bis 29. Mai 2026 an der Prague University of Economics and Business in Tschechien statt. Die EAA-Konferenz zählt zu den bedeutendsten wissenschaftlichen Veranstaltungen im Bereich Rechnungslegung, Wirtschaftsprüfung und Unternehmensberichterstattung in Europa. Jährlich nehmen zwischen 1.200 und 1.500 Forschende teil. Die Konferenz bietet damit eine zentrale Plattform für den internationalen Austausch zu aktuellen Entwicklungen der Accounting-Forschung.
Prof. Dr. Yannik Gehrke präsentierte das Forschungsprojekt „Signaling the Green Light – Green M&As, Environmental Materiality, and Investor Reactions“. Der Beitrag untersucht die Kapitalmarktreaktionen auf umweltbezogene Unternehmensakquisitionen und leistet damit einen Beitrag zur aktuellen Forschung an der Schnittstelle von Nachhaltigkeit, Unternehmensstrategie und Kapitalmarkt.
Annalena Kaakschlief präsentierte das Forschungsprojekt „Key Audit Matters and their Specific Audit Procedures – What Audit Reports Tell us about Audit Quality at the Account and Entity Level“, das sie gemeinsam mit Cristoph Teucher und Prof. Dr. Nicole V. S. Ratzinger-Sakel verfasst hat. Die Studie untersucht, inwieweit die im Rahmen von Key Audit Matters berichteten Prüfungshandlungen Rückschlüsse auf die Prüfungsqualität zulassen. Die Ergebnisse zeigen unter anderem, dass der Einsatz von Spezialist und spezifischen Prüfungshandlungen bei besonders risikobehafteten Prüfungsfeldern mit einer höheren Prüfungsqualität auf Konten- und Unternehmensebene verbunden ist.
Lars-Eric Brüske stellte das Forschungsprojekt „Seeming or Being: The Abnormal Tone of CEO Letters in ESG Reports“ vor, das gemeinsam mit Prof. Dr. Nicole V. S. Ratzinger-Sakel und Florian Habermann entstanden ist. Die Studie untersucht, ob die Tonalität von CEO-Briefen in ESG-Berichten Informationen über die zukünftige ESG-Performance von Unternehmen enthält oder vielmehr als Instrument des Impression Managements eingesetzt wird. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass eine übermäßig positive Tonalität mit einer schwächeren zukünftigen ESG-Performance verbunden ist.
Neben der Präsentation ihrer Forschungsarbeiten bot die Konferenz zahlreiche Gelegenheiten zum fachlichen Austausch mit internationalen Forschenden. Die Diskussionen verdeutlichten einmal mehr die wachsende Bedeutung von Kapitalmarktkommunikation, Prüfungsqualität und Nachhaltigkeitsberichterstattung für die aktuelle Forschung und Unternehmenspraxis.

