Disputationen August/September
7. September 2026

Foto: Christopher Cordes und UHH Business School
Lesen Sie hier über die Disputationen der letzten Wochen.
Sophia Cordes, HCHE, Disputation am 31. August 2026
Titel und Inhalt der Dissertation:
Improving Chronic Care: Analyzing Provider Cooperation, the Diffusion of Innovation, and Fiscal Space
In drei Studien untersuchte Sophia Cordes in ihrer Dissertation unterschiedliche Ansätze zur Verbesserung der Versorgung chronisch erkrankter Menschen – sowohl auf Ebene der Gesundheitsversorgung als auch auf übergeordneter Gesundheitssystemebene. Im Fokus standen die Organisation und Koordination der Versorgung, die Verbreitung von Innovationen im Gesundheitswesen sowie die finanziellen Rahmenbedingungen von Gesundheitssystemen. Die Ergebnisse zeigen, wie diese Faktoren zu besseren Gesundheitsergebnissen und einer effizienteren Nutzung vorhandener Ressourcen beitragen können. Damit liefert die Dissertation wichtige Ansatzpunkte für den Übergang zu einer qualitativ hochwertigen und finanziell nachhaltigen Versorgung chronisch erkrankter Menschen.
Betreuer:
Prof. Dr. Wolfgang Brüggemann (Vorsitz), Prof. Dr. Tom Stargardt (erster Betreuer), Prof. Dr. Jonas Schreyögg (zweiter Betreuer), Prof. Dr. Carsten Schultz, Kiel University (dritter Betreuer)
Erfahrungen im Graduiertenkolleg des HCHE:
Sophia Cordes ist besonders dankbar für die Möglichkeit, Teil des Graduiertenkollegs (GRK) „Managerial and Economic Dimensions of Health Care Quality“ und seines interdisziplinären und kooperativen Forschungsumfelds gewesen zu sein. Das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderte strukturierte Promotionsprogramm bot ihr vielfältige Möglichkeiten zum fachübergreifenden Austausch, zur wissenschaftlichen Weiterentwicklung und zur internationalen Vernetzung – unter anderem durch einen Forschungsaufenthalt im Ausland. Ein besonderer Dank gilt ihren Betreuern, Kolleginnen, Kollegen und den weiteren Mitgliedern des GRK für die wertvolle Zusammenarbeit, den fachlichen Austausch und die Unterstützung während ihrer Promotionszeit.
Erfahrungen an der Business School:
Sophia Cordes blickt sehr positiv auf ihre Zeit an der University of Hamburg Business School zurück. Das kollegiale und unterstützende Umfeld, der Austausch mit Kolleginnen und Kollegen aus unterschiedlichen Disziplinen sowie die Offenheit für neue Ideen haben ihre Promotionszeit maßgeblich geprägt. Besonders wertvoll waren dabei die vielfältigen Möglichkeiten, voneinander zu lernen, neue Perspektiven zu gewinnen und gemeinsam an wissenschaftlichen Fragestellungen zu arbeiten.
Vittoria Ardito, HCHE, Disputation am 31. August 2026
Government, Health and Not for Profit Division, CERGAS - SDA Bocconi School of Management
Titel und Inhalt der Dissertation:
Managing Access to Health Innovation: Pricing, Authorization Pathways, and Patient-Centered Value in European Healthcare Systems
Meine Dissertation untersucht, wie europäische Gesundheitssysteme einen zeitnahen Zugang zu innovativen Gesundheitstechnologien gewährleisten und gleichzeitig klinische Unsicherheiten, finanziellen Druck und übergeordnete Wertüberlegungen bewältigen können. Anhand von vier Studien werden innovative Preis- und Vergütungsmodelle, der Zusammenhang zwischen beschleunigten Zulassungsverfahren und dem tatsächlichen Zugang für Patienten, die Rolle von patientenberichteten Ergebnissen bei der Preisgestaltung von Arzneimitteln sowie die Einbeziehung von Umweltaspekten in die Gesundheitstechnologiebewertung untersucht. Zusammengenommen unterstreichen diese Studien die Notwendigkeit einer stärkeren Abstimmung zwischen Regulierungs-, Preis- und Bewertungsrahmen, um einen zeitnahen, nachhaltigen und sowohl den Bedürfnissen der Patienten als auch der Gesellschaft entsprechenden Zugang zu gewährleisten.
Meine Erfahrungen
Meine Zeit an der University of Hamburg Business School spiegelte insbesondere die Werte Openness und Connectedness wider. Durch meine Tätigkeit in Italien und Deutschland hatte ich die Möglichkeit, mich mit unterschiedlichen wissenschaftlichen Perspektiven und Forschungstraditionen auseinanderzusetzen. Der Austausch mit deutschen und internationalen Kolleginnen und Kollegen bereicherte sowohl meine Forschung als auch meine persönliche Entwicklung und ermutigte mich, Fragen aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten und den Wert der länderübergreifenden Zusammenarbeit zu erleben. Ich schätzte es zudem sehr, Teil einer unterstützenden akademischen Gemeinschaft zu sein, in der Ideen offen diskutiert und gemeinsam weiterentwickelt werden konnten, während gleichzeitig die für die persönliche Weiterentwicklung als Forscherin notwendige Autonomie gewahrt blieb.
Meine Zukunftspläne
Ich plane, meine akademische Laufbahn in Italien an der Bocconi-Universität fortzusetzen, wo ich derzeit tätig bin. Gleichzeitig hoffe ich, meine Zusammenarbeit mit der Universität Hamburg und meinen deutschen Kollegen aufrechtzuerhalten und weiter auszubauen. Ich freue mich darauf, die während meiner Promotion geknüpften beruflichen Beziehungen und gemeinsamen Forschungsinteressen durch künftige länderübergreifende Projekte und akademische Austauschprogramme weiter zu vertiefen.

