Disputationen September/Oktober
28. Oktober 2026

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Lesen Sie hier über die frisch Promovierten der letzten Wochen.
Lena Imhof, Hamburg Center for Health Economics (HCHE), Disputation am 8. Oktober
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Titel und Inhalt der Dissertation:
"Hospital Discharge Planning and Quality of Care"
Meine Dissertation beschäftigt sich mit der Frage, wie der Entlassprozess aus dem Krankenhaus mit der Qualität der Versorgung zusammenhängt. Im Mittelpunkt steht dabei die Versorgung von Patient mit Herzerkrankungen in Deutschland. In drei Studien habe ich untersucht, welche Maßnahmen beim Entlassmanagement besonders wirksam sind und wie sich dessen Qualität auf die Anschlussversorgung von Patientinnen und Patienten auswirkt. Die Ergebnisse zeigen, dass ein gut organisiertes Entlassmanagement mit weniger erneuten Krankenhausaufenthalten und Medikationsfehlern sowie einer höheren Patientenzufriedenheit verbunden ist. Besonders vielversprechend sind eine strukturierte Organisation der Anschlussversorgung, ein strukturiertes Patientenassessment und die Erstellung eines Entlassplans sowie die Kombination verschiedener Maßnahmen. Meine Forschung unterstreicht zudem, wie wichtig es ist, die Qualität des Entlassmanagements nicht nur anhand der prozessualen Abläufe im Krankenhaus, sondern auch anhand der tatsächlichen Ergebnisse für Patientinnen und Patienten zu bewerten.
Betreuende:
Prof. Dr. Jonas Schreyögg und Prof. Dr. Vera Winter (Bergische Universität Wuppertal)
Meine Erfahrungen:
Meine Zeit an der University of Hamburg Business School und am Hamburg Center for Health Economics (HCHE) war für mich insbesondere durch die Werte Impact und Openness geprägt. Besonders geschätzt habe ich die Möglichkeit, wissenschaftliche Forschung mit konkreten Fragestellungen aus der Versorgungspraxis zu verbinden. Im Rahmen des vom Innovationsfonds geförderten Projekts „Ready to discharge“ konnte ich mit umfangreichen Daten der Techniker Krankenkasse arbeiten und gemeinsam mit Kliniken, darunter dem Herzzentrum Bad Bevensen, zusammenarbeiten. Als Assoziierte des Graduiertenkollegs habe ich darüber hinaus den interdisziplinären Austausch mit Promovierenden aus unterschiedlichen gesundheitsbezogenen Fachrichtungen sehr genossen. Ein besonderes Highlight im Rahmen meiner Promotion war außerdem mein Forschungsaufenthalt an der University of Cape Town, der mir spannende Einblicke in das südafrikanische Gesundheitssystem und die Gelegenheit zum Austausch mit Forschenden vor Ort geboten hat.
Meine Zukunftspläne:
Nach meiner Promotion kehre ich in meinen vorherigen Job bei einer Beratungsfirma zurück. Dort beschäftige ich mich mit strategischen Fragestellungen im Gesundheitswesen und arbeite eng mit Krankenkassen zusammen, wobei mir mein Wissen aus meiner Promotionszeit sehr zugute kommt. Gleichzeitig freue ich mich, mit dem HCHE verbunden bleiben und den fachlichen und persönlichen Austausch auch in Zukunft fortsetzen zu können.
Alexander Daniels, Disputation am 23. September
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Titel und Thema der Dissertation:
„Behavioral Inventory Management: Supply Uncertainty, Policy Choice, and Stockout Responses“
Die Dissertation untersucht in drei Studien, wie menschliches Entscheidungsverhalten das Bestandsmanagement entlang der Lieferkette beeinflusst. Der Vergleich zweier nahezu äquivalenter Bestandspolitiken zeigt, dass Unterschiede in der Darstellung und im verfügbaren Entscheidungsraum zu unterschiedlichem Bestellverhalten führen können. Anfängliche Gewinnunterschiede nehmen jedoch mit zunehmender Erfahrung ab. Eine weitere Studie zeigt, dass unsichere Lieferzeiten das Bestellverhalten gegenüber konstanten Lieferzeiten verändern und Stress erhöhen. Vollständige Informationen über zukünftige Lieferzeiten senken zwar den Stress, führen jedoch nicht zwangsläufig zu signifikant niedrigeren Kosten. Die dritte Studie untersucht Reaktionen auf ausverkaufte Produkte des täglichen Bedarfs. Ersatzkäufe, Geschäftswechsel und Kaufverzicht überwiegen gegenüber einem späteren Kauf. Die Ergebnisse verdeutlichen, wie wichtig es ist, menschliches Verhalten bei der Auswahl und Gestaltung von Bestandssystemen sowie in Bestandsmodellen zu berücksichtigen.
Betreuer:
1. Betreuer: Prof. Dr. Guido Voigt
2. Betreuer: Prof. Dr. Malte Fliedner
Meine Zukunftspläne:
Aktuell steht die bevorstehende Geburt meines Sohnes im Mittelpunkt meiner Aufmerksamkeit. Danach plane ich, in die freie Wirtschaft zurückzukehren. Dort möchte ich mein Wissen aus den vergangenen Jahren einsetzen, um Prozesse effizienter zu gestalten und dadurch Kosten sowie Emissionen zu reduzieren.
Meine Erfahrung an der University of Hamburg Business School:
Die University of Hamburg Business School hat mich während meiner Promotion gut unterstützt. Das WiSo Forschungslabor der Universität bot gute Bedingungen für meine experimentelle Forschung im verhaltenswissenschaftlichen Bestandsmanagement. Die angebotenen Kurse der Graduate School halfen mir, mich wissenschaftlich weiterzuentwickeln. Veranstaltungen wie die Weihnachtsfeier und das Sommerfest ermöglichten den Austausch mit Promovierenden aus anderen Schwerpunkten und eröffneten neue Perspektiven.
Lasse Falk, Hamburg Center for Health Economics (HCHE), Disputation am 28. September
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Titel und Thema der Dissertation:
"Essays on Health Economic Policies"
In meiner Dissertation geht es um gesundheitsökonomische Maßnahmen, die ergriffen wurden, um die europäischen Gesundheitssysteme zu stärken, wie diese in der Praxis funktionieren und welche Auswirkung sie haben. Speziell angeschaut habe ich mir dabei Lockdown-Regelungen während der Corona-Pandemie, neue Vergütungsformen für innovative Arzneimittel und wie sich Maße, die Behandlungserfolg aus Patientensicht erfassen (Patient-reported Outcome Measures), auf Vergütungsentscheidungen von Krebsmedikamenten auswirken. Das Ziel hierbei war es, greifbare Daten und Informationen für die Politik und Stakeholder zu generieren, anhand derer die entsprechenden Maßnahmen verbessert werden können.
Betreuende:
Erstbetreuer: Prof Dr. Jonas Schreyögg
Zweitbetreuerin: Prof Dr. Eva Wild
Meine Erfahrungen an der Business School:
Ich habe nun meine gesamte akademische Laufbahn an der Business School der Universität Hamburg verbracht und mir hat am meisten die Offenheit und Zusammenarbeit gefallen, die auf allen Ebenen gelebt wird. Es kommen hier so viele verschiedene Professuren und Fachrichtungen zusammen, tauschen Ideen aus und unterstützen sich gegenseitig. Dabei hat man auch wirklich das Gefühl, Teil einer großen Gemeinschaft zu sein, die Interesse daran hat, dass man sich voll entfalten kann. Ich hatte hier eine wirklich schöne Zeit und würde mich jederzeit wieder dazu entscheiden, hier meine akademische Laufbahn zu starten.
Meine Zukunftspläne:
Als erstes nehme ich mir eine kurze Auszeit, um die Promotion Revue passieren zu lassen und diesen Erfolg zu feiern. Danach bin ich ziemlich offen dafür, wie meine Zukunft aussehen wird. Mein größtes Ziel ist es, dazu beizutragen, dass unser Gesundheitssystem besser, gerechter und nachhaltiger funktioniert, und ich weiß, dass das möglich ist. Wo mein nächster Einsatzbereich sein wird, davon lasse ich mir gerne selbst von überraschen.

