Co.ol.Lab 35 - Der dokumentarische Film als transformativer Ansatz in partizipativen Lehrforschungsprojekten

Foto: c-Thomas Weber
Wann: Di, 09.06.2026, 13:00 Uhr bis 14:00 Uhr
Wo: Digital
Impuls: Prof. Dr. Thomas Weber (Professur für Medienwissenschaft an der UHH)
Transformative Ansätze haben in den Kultur- und Geisteswissenschaften – anders als in Natur- und Sozialwissenschaften - keine Tradition. Eine Ausnahme bildet der dokumentarische Film: Von Beginn an wurde hierbei die Idee verfolgt, mit Dokumentationen zur Verbesserung gesellschaftlicher Verhältnisse beizutragen. Transformation kann dabei auf zwei Wegen entstehen: durch öffentliche Aufmerksamkeit – aber auch bereits durch den Akt des Dokumentierens selbst, denn wenn Menschen vor und hinter der Kamera wissen, dass ihre Aussagen und Handlungen aufgezeichnet und später sichtbar werden, verändert das ihr Verhalten. Vor rund 20 Jahren eröffnete die Entwicklung neuer Technologien und Ausdrucksformen, insbesondere interaktive Webdokumentationen („i-docs“), völlig neue Möglichkeiten, Dokumentation partizipativ zu gestalten.
Ausgehend von der Idee, i-docs als Technologie für partizipative dokumentarische Transformationsprojekte zu nutzen, stellt Prof. Dr. Thomas Weber – mit Blick auf Herausforderungen und Chancen dieses Ansatzes - eigene Projekte aus den letzten Jahren vor.
Prof. Dr. Thomas Weber ist seit 2011 Professor für Medienwissenschaft an der Universität Hamburg und hat eine Reihe von Forschungsprojekten zum Dokumentarfilm und in den letzten Jahren zu Lehrforschungsprojekten durchgeführt (mehr unter: thomas-weber.avinus.de)
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